Der Kölner Karneval um 1914
Die Kölner Humoristen „Münchrath u. Partner“ widmeten Anfang 1914 ihr Musikstück mit dem Titel „Dann geit et Bum Bum Bum“ dem Prinzen Carneval, Fritz Herrmann. Bereits in Friedenszeiten dichteten die Humoristen im Sinne der allgemein vorherrschenden kriegerischen Rhetorik, ohne sich der Brisanz des tatsächlich bevorstehenden Krieges bewusst zu sein.

Dann geit et Bum Bum Bum

Der Juli 1914 war schön.
Dreizehn Sommertage und Höchsttemperaturen von über 30 Grad trieben die Leute in die Bäder und die Wälder. Aber sie waren in gespannter Erwartung. Am 28. Juni war in Sarajewo der österreichische Thronfolger von einem serbischen Nationalisten ermordet worden, und da in Wien die Militärs auf eine massive Antwort drängten, da Russland die Serben unterstützte und Frankreich mit Russland verbündet war, stand ein europäischer Krieg am Horizont. Das mit Österreich-Ungarn verbündete Deutsche Reich würde daran beteiligt sein. Als am 25. Juli die Nachricht von einer österreichischen Teilmobilmachung die Runde machte, brach in Köln, wie in vielen anderen Städten des Reiches, die Kriegsbegeisterung aus.

Köln im Sommer 1914: Kriegsbegeisterung und Kriegsbesorgnis

Die Kölner Funken-Infanterie im Ersten Weltkrieg an der Front

Erster WeltkriegIm Erdgeschoss des Turmes an der „Ülepooz“erinnert eine Gedenktafel an die in den beiden Weltkriegen gefallenen Mitglieder der Roten Funken. Darauf finden sich auch acht Namen aus dem Ersten Weltkrieg. Dieser Krieg gilt als die große Katastrophe des 20. Jahrhunderts, da das europäische Mächtesystem mit einer Wucht auseinanderbrach, die langfristige Auswirkungen nach sich zog. Der Erste Weltkrieg bedeutete eine Umwälzung bis dahin gültiger Ordnungen und das Ende einer Geschichtsepoche. Er legte den Keim für die nachfolgenden Ereignisse und den Zweiten Weltkrieg, der, von einem verbrecherischen Regime entfesselt, den Vorgänger in seinem Ausmaß weit übertraf und wiederum Millionen Menschen das Leben kostete.

Man hat hier manches erlebt


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